Autorin: Christine Vogeley

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Christine Vogeley

Christine Vogeley, geboren 1953, studierte Romanistik und Kunstgeschichte, war Kabarettistin und Jazzerin, hat lange Jahre in Köln für den WDR gearbeitet, (Kunstfeuilletons, Hörspiele, Unterhaltungssendungen), schrieb für Zeitschriften, Kabarettisten und Szenetheater. Begann 1998 Romane zu schreiben. Mittlerweile lebt sie in Berlin als freie Autorin.

Bislang erschienen von ihr vier Romane:

1999 bei S. Fischer „Liebe, Tod und viele Kalorien”
2000 ebenfalls bei Fischer „Leni, Susanna und Molly Melone”, beide als TB,
2004 bei Droemer/Knaur „Sternschnuppensommer” und
2005 „Dritte Sonnenblume links”, beide als HC und TB.
2007 Unter dem Titel „Melonentango” erschien der zweite Roman neu überarbeitet bei Knaur als TB.

Verfilmungen

„Liebe, Tod und viele Kalorien“, 2001
„Dritte Sonnenblume links“ , mit dem Titel „Bleib bei mir“, 2009

Website: www.christine-vogeley.de

2012 Fertigstellung des Romans „Die Liebe zu so ziemlich allem”.

Wer sind meine Leser?

Frauen. Natürlich.
Sie sind fast alle jenseits der Vierzig, haben meist viel Gepäck im Rucksack, stehen auf beiden Beinen mitten im Leben, manchmal auch nur auf einem. Die Romane sind für sie Tankstellen für Lebensmut, das höre ich sehr, sehr oft.
Sie sind gebildet oder bildungsinteressiert, das ist ihren Zuschriften zu entnehmen. Gleichzeitig unterhaltungsbedürftig, freuen sie sich über gute Sprache und Romanfiguren, die nicht mit Anfang dreißig windschnittig in Redaktionen oder Chefetagen sitzen.

Ich zitiere Stefanie Schulte, Internetrezensentin (www.steffis-bücherkiste.de), die Rezension bezieht sich auf meinen 4. Roman, die „Dritte Sonnenblume links”.
„… und ich war angenehm überrascht von der Leichtigkeit, aber gleichzeitig auch Ernsthaftigkeit des Buches. Wie das geht? Ganz einfach: man nehme eine leichte Geschichte und serviere sie mit wirklich sehr tiefen Charakteren, die man in vielen Unterhaltungsromanen eben nicht findet. Fast alle Figuren in Vogeleys Roman haben ihr Päckchen zu tragen und sie alle kämpfen für ihr Leben und ihre Träume. Dabei sind sie alle dermaßen liebenswert, daß man die Figuren und somit die Geschichte einfach ins Herz schließen muss…”

Raphaela, Buchhändlerin
„… ich bin Buchhändlerin im Ruhrgebiet … Ich verehre ihre Bücher, Ihren Schreibstil, Ihren Humor und genieße es, mit welcher Liebe Sie über die skurrilen Gestalten, die unser aller Alltag bevölkern, schreiben. Wenn ich meinen Kundinnen ansehe, daß sie sich eigentlich nur die Bettdecke über den Kopf ziehen möchten, versuche ich möglichst, Ihnen eins Ihrer Bücher zu verkaufen. "Sternschnuppensommer" für eine Witwe, die den Neuanfang (noch) nicht wagt, "Dritte Sonnenblume links" für vom Leben Geplagte, kurz: Ihre Bücher gehören in jede literarische Hausapotheke. … Alle hatten ein Lächeln im Gesicht, wenn sie wiederkamen um zu erzählen, daß sie das Buch höchst amüsiert verschlungen hätten und nun mehr wollten. Nun sind "Sternschnuppensommer" und "Liebe Tod und viele Kalorien" leider vergriffen (nicht mehr im Buchhandel lieferbar) und bisher keine Neuerscheinung angekündigt. Ich merke auch, daß die Kunden oft eher zögerlich sind, da sowohl die Titel als auch die Buchcover erst mal relativ nichtssagend sind. Liegt sicher am Verlag, der Cecilia-Ahern-Leserinnen ködern will. Ich hoffe es gibt bald Neuauflagen mit neuen Covern und natürlich (das hören Sie sicher ständig): Bitte schreiben Sie mehr!!!"

Weitere Leserstimmen unter: www.christine-vogeley.de im Gästebuch

Pressestimmen

„Da schreibt eine, die die Menschen liebt. Besonders die schrägen, wovon ihre Romane eine höchst sympathische Menge verzeichnen. Es sind Romane gegen das große „Es-geht-nicht-weiter“. Denn am Ende geht bei Christine Vogeley immer mehr, als man glaubt - nah an ihren skurrilen Helden, nah am Leser.“ (L. von der Gönna, Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

„Mühelos gelingt ihr die Balance zwischen Humor und Anspruch... Vogeley schreibt in dichter, guter einfallsreicher Sprache geschult an den Klassikern des Kabaretts,... ihre Figuren sind bunt, rund, alltäglich, niemals banal.“ (Offenbach-Post)

„Christine Vogeley hat ein schönes, leichtes und liebevolles Buch über die kleinen Freuden … zwischen dem Traurigen und dem Verfallenden im Leben geschrieben“ (Renée Zucker, Rezension im Info-Radio Berlin)

Weitere Pressestimmen unter: www.christine-vogeley.de

Exposé zum Roman „Die Liebe zu so ziemlich allem“

Tja... wie fasst man einen Roman zusammen, der sein happy end ziemlich am Anfang hat, der zwar in der Gegenwart spielt, aber auch im Jahre 1896, und in dem Gemälde manchmal sprechen können?

Und die Nebenfigur (und heimliche Hauptfigur) Leopold Grobkümmel (8) und die Autorin (58) haben auch noch eine Botschaft an den Leser. Nämlich: Leg BITTE sofort dein Elektronikteil weg und sieh mal, was der Marienkäfer da gerade macht! Spürst du die kleinen Trippelbeine? Jetzt ist er oben, auf der Fingerkuppe. Guck mal, der hat ja zwei Paar Unterflügel! Wie ein kleiner Doppeldecker! Und – flirr – weg ist er, Richtung Himmel. Diese Wolken heute! Wie weiße Gebirge, die vom Meer kommen, und da vorne, diese Nasenwolke sieht aus wie ein dickes … Leo, ich muss jetzt das Exposée weiterschreiben, damit man weiß, daß es nicht nur um Käfer und Wolken geht. Sondern auch um das sehr ungewöhnliche Fichtelbacher Museum, in dem Carlotta Goldkorn (bald 41) die nette, tüchtige Vizemuseumschefin und Kuratorin, gerade die nächste große Ausstellung vorbereitet. Im Moment sitzt sie dem Stockholmer Literaturprofessor Gösta Johansson gegenüber, der dem berühmten Museum Fichtelbach in der deutschen Provinz ein Gemälde leihen will. Ja, natürlich. Liebe auf den ersten Blick. Love at first sight. Kärlek vid första ögonkastet. "Da ist sie ja!" denkt Gösta bei Carlottas Anblick, natürlich auf Schwedisch. Beide sprechen die Sprache des anderen, denn beide sind deutsch-schwedischer Abstammung und teilen ein Stück Familiengeschichte. Der Star dieser Familiengeschichte ist der schwedische Maler Jasper Johansson (1858-1932), Gösta Johanssons Urgroßvater. Carlottas deutscher Urgroßonkel August Gayette hingegen war stinkreicher Geschäftsmann, Freund und Fan von Uropa Jasper Johansson. August sammelte die wichtigsten Gemälde von Jasper. Soweit zur gemeinsamen Familiengeschichte von Gösta und Carlotta, die jetzt durch das Museum laufen. Das Museum, das Urgroßonkel August vor über hundert Jahren gegründet hat. So etwas hat Gösta noch nie gesehen: Saurierskelette neben Rokokokostümen, etruskischer Goldschmuck neben Bonbonarmbändchen, ein Bronzezeitkind mit Handy in der Hand – und natürlich bewundert Gösta auch Carlottas Halskurve und den Schwung ihrer Oberlippe. Die Liebe nimmt ihren Lauf (noch am gleichen Tag!), das happy end auch, allein schon deshalb, weil es Gösta und Carlotta und die Autorin nicht ausgehalten hätten, noch bis Seite 386 zu warten. Es passiert trotzdem noch genug. Es geht erst richtig los.

Carlotta und Gösta sitzen einen Tag später im Museumscafé, als zwischen Kuchen und neuer Liebe Göstas Handy klingelt. Sein Handwerker Sture hat in Schweden, in Göstas altem Schärenhaus, hinter einer Täfelung ein rätselhaftes Wandgemälde entdeckt. Und drei in dunkelrotes Leder gebundene Tagebücher von Lovisa. Lovisa Johansson, die mit dem erfolgreichen Maler Jasper Johansson verheiratet war und nur wenige Jahre nach der Hochzeit starb, nämlich Weihnachten 1899.

Carlotta und Gösta fahren nach Schweden, auf die Insel Björkholm und lauschen bis spät in die Nacht Lovisas Stimme, die durch ihre Tagebücher zu ihnen spricht und Carlotta begreift bald fassungslos, daß sich gerade eine seit über hundert Jahren schlummernde Sensation anbahnt, die mit Onkel Augusts Museum in Deutschland zu tun hat und die hier natürlich noch nicht verraten wird.

Eine aufregende Wochenendbeziehung beginnt. Woran auch Göstas siebzehnjähriger Sohn Nils (stachelig, schwierig) und Carlottas vierzehnjährige Tochter Jule (schwierig, stachelig) einen erheblichen Anteil haben. Richtig, da war ja noch unser kleiner Leo, der Profigucker für Marienkäfer. Leos Mama ist Chefin des Museumscafés, deshalb treibt sich Leo viel dort herum und entdeckt ganz nebenbei im Museum einen winzigen Stein des Anstoßes. Eine Kunstfälschungslawine rauscht durch das Fichtelbacher Museum und droht Carlotta und die Restauratorin mit zu reißen. Und das zwei Tage vor der Ausstellungseröffnung, für die Carlotta Tag und Nacht gearbeitet hat. Und ausgerechnet die Stachelkinder Nils und Jule greifen helfend ein. Hoffentlich nützt es was, denn die ungelösten Rätsel und Geheimnisse rund um das Museum und seine Menschen, um echte und falsche Bilder türmen sich mittlerweile haushoch …

... P.S. Eine Frage haben alle sieben Testleser unabhängig voneinander gestellt: "Oh, gibt es das Museum wirklich? Wenn ja, wo steht es?"

Leseprobe

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Verlage

„Die Liebe zu so ziemlich allem“
Droemer Knaur, 2014